Beinprothese für den Gemeinderat

Beinprothese geplant für einen Gemeinderat in der Stadt Yarbayah, wo er sich beim Neubau unserer Clinic sehr verdient gemacht hat

16. Januar 2018

Es hat für europäische Verhältnisse sehr lange gedauert, bis wir eine Reaktion von Arthur Kollie erhielten. Wir hatten ihm durch unsern Supervisor Nelson Sarpeh mitteilen lassen, daß wir ihm eine Beinprothese finanzieren können, als Dank, daß er sich beim Clinic-Neubau so engagiert hat. Doch forderte unser Schatzmeister hierzu einen Kostenvoranschlag. Monate später nun erhielten wir diesen. Der Grund ist für uns in Deutschland nicht so schnell ersichtlich:

  • Man kann die Bürger in Yarbayah nicht so einfach anrufen, weil es dort nur an zwei quadratmeter-großen Stellen Empfang für Mobiltelefone gibt.
  • Diese Mobiltelefone können nur an Donnerstagen mit Strom geladen werden, wenn ein Mann mit Generator zu eben diesem Zweck dort seinen Stand aufbaut.
  •  Und die Gebühr zum Laden des Telefons muss die Familie auch erst übrig haben.
  • Nachdem Nelson mit dem Motorrad zu Arthur in den Busch gefahren ist, hat Arthur es geschafft, sich Geld zu leihen, um mit Sammeltaxis in die weit entfernte Stadt zu fahren. Dort war er im J.F.-Kennedy-Hospital, dem einzigen Ort im Land, wo Prothesen hergestellt werden und hat die ersten Vorbereitungen treffen können.

Im März, wenn wir persönlich in Liberia sind, können wir dann zu einer Realisierung seines Traums schreiten.

30. Oktober 2017

Als in der Regenzeit des Jahres 2016 der Neubau unseres Clinicgebäudes in Yarbayah durchgeführt wurde, hatten wir größte Probleme, die Bürger des Ortes zur aktiven Mitarbeit zu motivieren.

Einer der Gemeinderäte, dort Senior Elder genannt, hat sich in allerhöchstem Maße verdient gemacht, indem er immer wieder die Bewohner ansprach und teils sogar selbst mit gutem Beispiel voran ging.

Dies ist umso mehr zu achten, da dieser Mann, Arthur Kollie genannt, schwer gehandicapt ist. Bei einem Jagdunfall vor einigen Jahren löste sich ein Schuß aus der umgehängten Schrotflinte und so musste sein Bein in Ermangelung eines erfahrenen Chirurgen amputiert werden. Das ist umso tragischer, da es in Liberia keinerlei staatliche oder sonstige Hilfen gibt für derartige Fälle.

Wir möchten Arthur Kollie danken für die maßgebende Mithilfe an unserem Clinic-Neubau, indem wir ihm einen Traum erfüllen, – eine Beinprothese.

Einen Laptop mit TV-Funktion hat er bereits erhalten. Doch wäre eine Rehabilitierung mittels eines künstlichen Beins ein nicht zu beschreibender Schritt für ihn wieder zurück zu einem halbwegs normalen Leben.

Dazu haben bereits etliche Spender in Deutschland mitgeholfen. Wir danken ihnen in Arthurs Namen dafür!

Hier möchten wir Sie darüber auf dem Aktuellen halten, wie in diesem medizinisch extrem unterentwickelten Land Arthur wieder geholfen wird.

Arthur Kollie, Senior Elder in Yarbayah

Arthur Kollie, Senior Elder in Yarbayah

Die Folge eines tragischen Jagdunfalls

Die Folge eines tragischen Jagdunfalls

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