Wie der Verein entstand

Im Januar 2005 sandte die Hilfsorganisation „Cap Anamur“ einen neuen Outpost-Supervisor nach Bong Mine in Liberia. Das war ich, Thomas Böhner, heute Vorsitzender des Vereins „Help Liberia-Kpon Ma“.

Ich hatte mir ja schon als kleiner Junge vorgenommen, den Menschen zu helfen, die es am allernötigsten haben und zwar so unmittelbar wie nur irgend möglich.

Dazu hatte ich mir eine sehr sehr breite Erfahrung als Krankenpfleger angeeignet und auch einige Jahre als Rettungssanitäter, in der Heimbeatmung, Intensivstationen und der häuslichen Pflege. Die Erfahrung schließt sich aus sieben bis acht verschieden Krankenhäusern, wo ich gearbeitet hatte und am längsten – auch jetzt noch mit einer großen Unterbrechung – seit fast einem Viertel-Jahrhundert im Fürstenfeldbrucker Krankenhaus.

Nach dem großen Tropenkurs des DIFÄM in Tübingen im Jahr 2004 war es dann soweit.

Cap Anamur hatte in den Zeiten unmittelbar nach Ende des furchtbaren Bürgerkriegs in Liberia sich das Bong Mine Hospital auserkoren, um die medizinische Versorgung zumindest im Hinterland wieder einigermaßen aufzubauen. Dazu gehörte auch, die Existenz sogenannter Outposts wieder zu beleben. Und dies war meine Aufgabe.

Von diesen kleinen Buschclinicen gab es damals fünf an der Zahl; alle in verschiedenen Entwicklungsstadien; von schon seit Jahrzehnten existent bis noch im Rohbau.

So versuchte ich mein Bestes: Personal zu rekrutieren, auszubilden, zu überwachen, wie sie arbeiten; die Clinicen nicht nur vom Gebäude, sondern auch mit allem Equipment so auszurüsten, daß während der paar Stunden am Tag die nötigste Behandlung verabreicht werden konnte.

Doch als Ende 2005 die Wahlen stattfanden und eine stabile demokratische Regierung an die Macht kam, als Deutschland Liberia die Schulden erlassen hatte, da plötzlich verließen die vielen Hunderte von Hilfsorganisationen das Land und mit ihnen Cap Anamur. Das Interesse der spendenden Bevölkerung war ja auch woanders hingerichtet. Cap Anmur übergab alles an die Landesregierung.

Aber ich hielt meine vielen Kontakte und freundschaftlichen Bande, die ich in meiner Zeit dort geknüpft hatte, aufrecht; – und erfuhr Fürchterliches: Nichts, aber auch gar nichts war mehr vorhanden, um die Kinder mit Fieber im Busch zu behandeln; die Schwangeren starben wegen mangelnder Hygiene im Kindsbettfieber und wer sich verletzte, hatte nicht einmal ein Pflaster!

Das konnte ich nicht so geschehen lassen! All meine früheren Mitarbeiter waren noch da und willig, jederzeit wieder arbeiten zu können. Auch meine frühere Quelle der Medikamente, die Apotheker in der Hauptstadt, waren mehr als erfreut, wieder von mir zu hören. Und Robert, der meine rechte Hand in Liberia war, sagte begeistert zu, als ich ihn fragte, ob er bereit wäre, Arzneien in den Busch zu fahren.

Da überlegte ich, was es denn wirklich bräuchte, um auf kleiner Flamme mit einer einfachen medizinischen Versorgung wieder zu beginnen.

Medikamente sind in Deutschland extremst teuer, aber in Liberia oft für einen Zehntel des Preises zu kaufen, – bei gleich guter Qualität. Nur muß gewährleistet sein, daß solch ein Medikamentenfluß kontinuierlich bleibt. Unvorstellbar, wenn eine Familie am Mittwoch einen Tagesmarsch von ihrem Dorf durch die Hitze des Urwalds ihre kranken Kinder trägt, im Ort unserer Clinic übernachtet, um dann am nächsten Donnerstag zu hören, daß keine Medikamente gegeben werden können, weil grad mal in Deutschland zu wenig gespendet wurde. Also mußte ich mir ein regelmäßiges Spendensystem überlegen.

Auch spenden Leute in Deutschland dann, wenn diese steuerlich absetzbar sind und dazu muß eben ein gemeinnütziger Verein, ein „e.V.“ gegründet und registriert werden.

Im Herbst 2009 fand ich genügend Freunde, selbst einige Liberianer, worüber ich mich besonders freue, um diese Idee zu realisieren.

Der Vorstand am Tag der Vereinsgründung noch mit dem Treasurer Isaac Whisnant

Der Vorstand am Tag der Vereinsgründung noch mit dem Treasurer Isaac Whisnant

Der Vorstand im Mai 2012 mit dem Schriftführer Anton Vieracker, dem Schatzmeister Robert Sommer, dem stellvertretenden Vorsitzenden Francis Amissah und dem ersten Vorsitzenden Thomas Böhner.

Der Vorstand im Mai 2012 mit dem Schriftführer Anton Vieracker, dem Schatzmeister Robert Sommer, dem stellvertretenden Vorsitzenden Francis Amissah und dem ersten Vorsitzenden Thomas Böhner

vorstand

Der Vorstand: Thomas Böhner, Gerty Serowy, Francis Amissah, Johannes Meyer

vorstand

Der Vorstand: Francis Amissah, Astrid Baumann ( vom Amt zurück getreten ), Gerty Serowy, Thomas Böhner

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